Advent in den Höfen – Weihnachtszeit in Quedlinburg

Advent – die Tage werden kürzer. Abends kommt man nach Hause und schon ist da Gemütlichkeit. Alle sind vorfreudig und haben so ein Leuchten in den Augen… Man lässt das Jahr noch einmal Revue passieren, kommt zur Ruhe, trifft sich mit Freunden auf Punsch und Plätzchen. Theoretisch.

Praktisch sieht das alles jedoch anders aus. Es fängt bereits im Herbst an. Obwohl die Weihnachtszeit noch in weiter Ferne liegt, fühle ich mich schon jetzt von Schokolebkuchen, Nikoläusen und Gedudel Weihnachtsmusik terrorisiert. Die ersten Termine für Weihnachtsfeiern werden abgemacht. Und auf einmal haben wir Dezember.

Gute Vorsätze

Nicht falsch verstehen: Ich mag Weihnachten. Wirklich. Die Vorweihnachtszeit scheint nur jedes Mal schneller zu vergehen.

Ich nehme mir in jedem Jahr vor, die Weihnachtsgeschenke frühzeitig zu kaufen. Das wäre stressfreier und so hätte ich Zeit, um etwas Besonderes auszusuchen. Inmitten von drängelnden Massen stundenlang durch die Geschäfte geschoben werden – bitte nicht. Und wenn ich die Gaben für meine liebsten Menschen schon hätte, bliebe auch noch Zeit zum Basteln und Beisammensitzen. Weihnachtsfilme schauen. Plätzchenbacken. Klappt aber leider nie so richtig.

Advent in den Höfen

Zum Glück sind andere da besser vorbereitet sind. Hier in Quedlinburg zum Beispiel. Hier wohnen Menschen mit einer Leidenschaft für Weihnachten. Schon lange vor dem ersten Advent entstehen kleine Kunstwerke. Dinge, die duften, Klänge erzeugen, weich sind oder einfach nur nett anzuschauen. Manche sind praktisch, andere hauptsächlich schön. All diese Dinge warten auf die Adventswochenenden, an denen sie in Quedlinburgs romantischen Innenhöfen ausgestellt und angeboten werden.

In jedem der über 20 Innenhöfe gibt es etwas anderes zu entdecken. Jeder Hof ist ein Miniweihnachtsmarkt für sich. Vor der Fachwerkkulisse der Altstadt tummeln sich Händler, die selbstgemachte Seife, Porzellan oder Patchwork anbieten. Neben liebevoll zubereiteten und verpackten Konfitüren finde ich historisches Kunsthandwerk. Holzschnitzarbeiten, Bürstenmacher, ein Schmied und Harzer Bergmannskunst. Weihnachtliche Düfte und Musik laden zum Schlendern oder Verweilen ein. Hier kann ich mich treiben lassen.

Ein Geschenk, das man nicht kaufen kann

Gutes empfiehlt man weiter. Es hat sich herumgesprochen, dass der Quedlinburger Weihnachtsmarkt einer der schönsten Deutschlands ist. Lange im Voraus sind Hotels und Pensionen ausgebucht. So viele Menschen. In Kaufhäusern kann ich das nicht haben. Hier stört es komischerweise nicht. Wie schafft man eine behagliche Atmosphäre, in der man sich nicht vom Kommerz und Trubel verschluckt fühlt? Ganz genau kann man das wohl nicht beantworten. Weihnachten ist die Zeit der Wunder und Geheimnisse.

Und das Fest der Liebe. Vielleicht ist es diese Liebe zu Tradition, Kunst und Handwerk, die in der Adventsstadt Quedlinburg greifbar wird. Das Gefühl, dass einem die Menschen hier etwas Einzigartiges schenken möchten. Ein Geschenk, das man nicht kaufen kann.

Haben Sie Quedlinburg zur Adventszeit schon einmal besucht? Wir freuen uns über Ihre Erinnerungen und Eindrücke in den Kommentaren! Impressionen vom vergangenen Jahr wurden in diesem Video festgehalten:

Weitere Informationen über Weihnachten in Quedlinburg finden Sie unter http://www.adventsstadt.de/

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