Vom Frühling, Neuanfang und heilsamen Veränderungen

Frühling und Neuanfang – zwei Elemente, die unzertrennlich miteinander verbunden sind. Und das mit guten Grund: Denn kaum wagen sich die ersten zaghaften Sonnenstrahlen durch das Grau des Winters, erwacht auch die Natur zu neuem Leben. Ganz allmählich verändert sie sich, wird grüner, bunter, lebendiger. Die ersten zarten Knospen zeigen sich vorsichtig, hier und da entdecken wir Maiglöckchen am Wegesrand und die Natur klingt auch anders und wir werden von Vogelgezwitscher geweckt. Und weil die natürlichen Veränderungen schon immer auch Wegweiser für unser eigenes Befinden war, ist es nicht verwunderlich, dass auch wir jetzt zu neuem Leben erblühen und top motiviert in die neue Jahreszeit starten. 

Mit dieser Motivation im Gepäck sehnen auch wir uns jetzt immer stärker nach Veränderung. In einigen Lebensphasen ist dieser Wunsch stärker, als in anderen. Es gibt Phasen im Leben, da reicht es uns, einmal unseren Kleiderschrank zu entrümpeln, dann aber gibt es Phasen, da beschleicht uns ein unruhiges Gefühl und der Drang, nochmal etwas Neues anzufangen. Besonders in der Lebensmitte, wenn im Grunde alles gesichert ist, die Kinder selbstständig sind und wir wieder mehr Zeit haben, uns auf uns und unsere Wünsche zu besinnen, kommt sehr oft die Frage auf:

War das jetzt schon alles?

Wir haben den Wunsch, nochmal etwas Neues, Anderes zu wagen. Aber wie zwischen all den Verpflichtungen? Und ist das nicht schon zu spät? Kann ich das überhaupt? Zweifel und der Wunsch nach Veränderung vermischen sich zu Grübeleien mit der Folge, dass wir

  1. uns schwarz-weiß-Denken mit entweder-oder-Fragen blockieren und
  2. wertvolle Energie verschenken, die wir viel sinnvoller in kleine Veränderungen stecken können.

Denn die, so Trainerin Simone von Stosch, machen uns viel zufriedener, als der große Wandel, der uns vor allem eins macht: Angst. Eine kleine Veränderung setzt genau an dem Punkt an, an dem uns etwas fehlt und schließt unsere innere Lücke. Deshalb sollten wir statt in „oder“ in „und“ denken: Wie können Sie die Lücke in ihrem Alltag füllen? Um das heraus zu finden, ist zunächst eines wichtig: Die Klärung nach der Frage

Was fehlt?

Ehrlichkeit zu sich ist hierbei der Schlüssel. Meistens weiß man ziemlich genau, was fehlt, wir scheuen uns nur davor, den Gedanken auch wirklich zu denken. Hier kann ein wenig Abstand zum Alltag helfen, diese heilsamen Gedanken zuzulassen: Ein Spaziergang im Wald, ein kurzer Ortswechsel oder die tägliche Laufroute anders gestalten – all das kann unseren Gedanken eine neue Richtung geben und wir können zulassen, was uns wirklich bewegt.

Wenn wir für uns geklärt haben, was uns fehlt, können wir an Lösungen ansetzen: Wenn uns der Job, den wir Jahrelang gerne gemacht haben, nicht mehr ausfüllt, weil wir nur noch im Büro sitzen, muss es nicht gleich die Kündigung und ein anschließender Umzug auf den Bauernhof sein, um ab sofort Selbstversorger zu sein. Viel machbarer wäre hier eine Verkürzung der Arbeitszeit und das Einbringen neuer Visionen durch kleine Taten. Vielleicht hilft es schon, ein richtiges Wochenende zu haben und regelmäßig auf dem Biobauernhof zu helfen, von dem man seine Bio-Kiste bezieht. Vielleicht muss es auch nicht die große Weltreise sein, sondern sie fangen erst einmal mit kleinen Trips an, die sich in den Alltag intergieren lassen.

Wenn es um Veränderung geht, neigen wir dazu, gleich alles in Frage zu stellen und den großen Umbruch herbeizusehen, dabei können wir uns einfach an der Natur im Frühling orientieren: Auch sie blüht langsam zu neuem Leben, in kleinen Schritten, in einem Prozess, indem sie sich das zurückholt, was ihr den Winter über gefehlt hat.

Und so können wir uns – wieder einmal – die Natur zum Vorbild nehmen…

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen Frühlingsanfang voller „und“,

Ihr Hotel Team ❤️

 

 

Wir freuen uns, wenn Sie diesen Beitrag teilen: